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Die kulturelle Entdeckung der Ostsee: trinationales Schulprojekt

vom: 21.07.2010

"Die kulturelle Entdeckung der Ostseeküste" war Thema eines Projektes für 41 Schüler und Lehrer aus Lettland, Polen und Russland im Juni in Koszalin (Polen). In dieser ersten 10-tägigen Phase erarbeiteten sie sich gemeinsam die verschiedenen historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklungen der Ostseeregion.

Gruppenfoto der TeilnehmerQuelle: Kerstin EbelDas Projekt knüpft an der Idee der Ostsee-Initiative unter der Schirmherrschaft des Auswärtigen Amtes an, einen "Ring von Partnerschulen" aus allen Ostseeanrainerstaaten entstehen zu lassen. Die teilnehmenden Schüler und Pädagogen stammen aus Sprachdiplomschulen aus Riga, Koszalin und St. Petersburg, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut werden.

Die Jugendlichen arbeiteten in Workshops in trinational zusammengesetzten Teams zu den Themen "Tourismus als Wirtschaftsfaktor", "Tourismus und Umweltschutz" und "Auf deutschen Spuren". Ihre Ergebnisse präsentierten sie in deutscher Sprache. Die Workshopresultate werden die elektronischen Lernmaterialien des im Oktober 2009 erstellten "Ostseekoffers" ergänzen. "So erreichen wir einen möglichst hohen Vernetzungsgrad der Sprachdiplomschulen im Ostseeraum", erläutert Heinrich Heinrichsen, der für die Region zuständige ZfA-Pädagoge.

Aktivierende Lernmethoden

Die Lehrer regten ihre Schülerinnen und Schüler durch aktivierende lernmethodische Aufgaben wie zum Beispiel Interviewtechnik zum selbständigen Arbeiten an. "Das Projekt ist für uns auch eine Fortbildungsveranstaltung, da wir an unseren Schulen selbstständiges Arbeiten in Form eines Projektes im Unterricht nicht durchführen", kommentierte die russische Lehrerin Swetlana Koslowa.

Schülerinnen beim gemeinsamen LernenQuelle: Kerstin EbelZu den gemeinsamen Projektaktivitäten gehörten auch Gespräche mit Vertretern des öffentlichen Lebens, Stadterkundungen und Besichtigungen von Umweltprojekten. Die gewonnenen Ergebnisse des Gesamtprojektes wurden in einer Abschlussdebatte zum Thema "Sollte man den Tourismus zu Gunsten des Umweltschutzes ausweiten?" diskutiert. Höhepunkt bildete die Finalveranstaltung, die jedem Team die Möglichkeit der Präsentation eines Themenschwerpunktes in kreativer Form bot.

Vor allem die Schüler hatten teilweise zum ersten Mal die Gelegenheit, ein anderes Land mit einer eigenen Sprache und Kultur kennen zu lernen. "Ich wusste gar nicht, dass Polen so schön ist!", so die lettische Schülerin Viktorija Stepanova. Ziel des Schulprojektes ist es auch interkulturelle Kompetenz zu fördern, indem es für die Mentalität der gastgebenden Familien und deren konkreten Lebenssituation sensibilisiert.

Fortsetzung folgt

Die nächste Projektphase wird im September in St. Petersburg und in Riga stattfinden. Initiiert und finanziert wird die Ostsee-Initiative von der ZfA im Rahmen der Partnerschulinitiative (PASCH) des Auswärtigen Amts.



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