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Drei Länder, ein Ziel: Demokratie gemeinsam leben

Teilnehmende sitzen in einem Konferenzraum und hören sich einen Beitrag an

Novum: DSD-Koordinatorinnen und -Koordinatoren sowie Schulleitungsmitglieder aus Tschechien, der Slowakei und Slowenien diskutieren in Baden-Württemberg mit den drei ZfA-Fachberatungen für Deutsch aus Prag, Bratislava und Ljubljana über Demokratieerziehung, Vielfalt und Schulentwicklung. © Privat

03.12.2025 - Artikel

Ideen für die Zukunft schmieden: dazu trafen sich auf Einladung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg im November erstmals DSD-Koordinatorinnen und -Koordinatoren sowie Schulleitungsmitglieder aus Tschechien, der Slowakei und Slowenien. Gemeinsam mit den drei ZfA-Fachberatungen für Deutsch aus Prag, Bratislava und Ljubljana diskutierten sie über Demokratieerziehung, Vielfalt und Schulentwicklung.

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie muss gelernt, erlebt und gelebt werden. Unter diesem Leitgedanken stand das transnational angelegte Seminar, zu dem sich die Teilnehmenden im Studienhaus Wiesneck in Buchenbach bei Freiburg trafen. Ziel war es, Demokratieerziehung noch stärker in den Schulalltag zu integrieren und Schülerinnen und Schüler zu aktiver Teilhabe zu befähigen.

Die Leitung des Studienhauses, Prof. Dr. Beate Rosenzweig und Prof. Dr. Ulrich Eith, gestaltete gemeinsam mit Rolf Ackermann vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg sowie den drei ZfA-Fachberatungen für Deutsch Dr. Claudia Popov-Jenninger (Bratislava), Dr. Thilo Herberholz (Prag) und Andrea Rückert (Ljubljana) ein abwechslungsreiches Programm. Dieses bot Raum für Diskussion, Reflexion und länderübergreifende Perspektiven und beleuchtete das Thema „Demokratiebildung an Schulen im europäischen Vergleich“ im Kontext der Zusammenarbeit zwischen Tschechien, der Slowakei, Slowenien und Baden-Württemberg.

Gemeinsam Projekte entwickeln

In Vorträgen und Workshops ging es um aktuelle Themen: Demokratie und Schule der Zukunft, den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Unterricht und das Erasmus+-Programm des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD).

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Europäischen Parlaments – ein symbolträchtiger Ort für ein Treffen, das ganz im Zeichen der europäischen Zusammenarbeit stand.

Bei Hospitationen an baden-württembergischen Schulen und in Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmenden konkrete Projektideen, die Themen wie Demokratie, Erasmus+ und Sprache praxisnah miteinander verbinden.

Ein Anfang, der verbindet

„Die Studienfahrt war eine große Bereicherung mit vielen Impulsen und neuen Ideen. Besonders der Austausch untereinander war sehr wertvoll. Ich habe jetzt richtig Lust darauf, länderübergreifende Projekte durchzuführen“, fasste eine Teilnehmerin zusammen.

Für 2026 ist ein zweites transnationales Seminar geplant. Damit ist in Buchenbach nicht nur der Grundstein für neue Schulprojekte gelegt worden – sondern auch für ein dauerhaftes Netzwerk, das demokratische Bildung stärkt.

Quelle: Andrea Rückert, Fachberatung für Deutsch in Ljubljana