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DSD in Brescia: Menschen zusammenbringen

18.12.2025 - Artikel

„Vernetzung und Kooperation“ - unter diesem Motto waren die Koordinatorinnen und Koordinatoren des Deutschen Sprachdiploms (DSD) der 31 italienischen DSD-Schulen kürzlich auf Einladung des ZfA-Teams Italien zu ihrem jährlichen Treffen nach Brescia gekommen.

Höhepunkt des Koordinatorentreffens war der Runde Tisch, an dem die stellvertretende Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Mailand, Wiltrud Kern und Vertretungen der Universitäten aus Brescia und Bologna, der DSD-Schulen und der Auslandshandelskammer Mailand teilnahmen. Sie diskutierten über Perspektiven und Bedeutung des Deutschunterrichts und die Berufschancen für die Absolventinnen und Absolventen der DSD-Schulen.

Wie gut sie durch das DSD-Programm die deutsche Sprache gelernt hat, zeigte Schülerin Vittoria Suardi vom Liceo Falcone, Bergamo, indem sie ihre Eindrücke und Erfahrungen vom diesjährigen Europa-Finale von Jugend debattiert in Berlin schilderte.

Vorurteile abbauen

Wiltrud Kern betonte die Bedeutung des DSD-Programms im Rahmen der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, deren Ziel es sei, „Vorurteile zwischen den Völkern durch Sprachkompetenz abzubauen“. Zwei der Schulleitungen hoben die Rolle der deutschen Sprache in ihrer Region hervor und lobten das Engagement und die Begeisterungsfähigkeit der Deutschlehrkräfte an ihren Schulen. Dem Rückgang der Zahl der Deutschlernenden wollen die Universitäten unter anderem damit begegnen, indem sie sich, so Sandro Moraldo von der Università Bologna, als „Brückenbauer zwischen Schule und Arbeitswelt“ verstehen. So habe er zum Beispiel schon mehrmals die ZfA-Fachberatung für Deutsch in Rom eingeladen, um das DSD-Programm zukünftigen Deutschlehrkräften vorzustellen.

Mehr verdienen mit Deutsch

Elisa Belletti von der Auslandshandelskammer Mailand unterstrich, dass Deutschland für Italien der wichtigste Handelspartner sei. Bewerbende mit verhandlungssicheren Deutschkenntnissen seien bei der Arbeitsplatzsuche im Vorteil - und können auch um bis zu 30 Prozent mehr verdienen.

„Sprachenlernen lebt von den vielen engagierten Personen. Sprache ist ein wesentliches Element, um Menschen zusammenzubringen und das Wichtigste ist es, den Spaß und die Motivation an der Sprache zu vermitteln, so dass sie nach der Schule bei Praktika im Ausland oder während des Erasmus-Jahres angewendet wird“, resümierte die stellvertretende Generalkonsulin.

Austausch über didaktische Fragen

In verschiedenen Workshops setzten sich die Deutschlehrkräfte beispielsweise mit KI und den Herausforderungen für das Lesen und Schreiben auseinander. Sie konnten selbst erproben und reflektieren, wie sich ihr eigenes Leseverhalten durch die Digitalisierung ändert. Beim Marktplatz der (didaktischen) Möglichkeiten stellten die Teilnehmenden Unterrichtsbeispiele und Best Practices vor und tauschten sich über didaktische Fragestellungen und Unterrichtsgestaltung aus.

Quelle: Gabriele Volgnandt, ZfA-Fachberaterin für Deutsch in Rom

Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Die Prüfungssätze werden von der ZfA in Bonn erstellt. Hier findet auch die Auswertung der Ergebnisse statt. Alle Regularien des DSD werden im Zentralen Ausschuss behandelt. Die Sprachdiplomprüfung ist mehr als eine bloße Sprachfeststellungs-prüfung: Sie hat Auswirkungen auf den Deutschunterricht in vielen Ländern und ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit der Leistungen, weil sie am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert ist. Das DSD ist der weltweit angebotene Nachweis deutscher Sprachkenntnisse. Das DSD I ermöglicht den Besuch eines Studienkollegs in Deutschland und das DSD II stellt die sprachliche Zugangsberechtigung zum Besuch einer Universität in Deutschland dar. Das DSD: das Studien- und Berufsticket für Deutschland!