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Gemeinsam Deutsch erleben - im Herzen Estlands
Gelungener Abschluss: Schülerinnen und Schüler freuen sich über die Teilnahmebescheinigung. © ZfA/privat
In einen Treffpunkt für junge Sprachbegeisterte verwandelte sich das malerische Nelijärve in Estland vom 5. bis zum 10. Oktober: 53 Schülerinnen und Schüler aus sechs Ländern - Estland, Lettland, Litauen, Polen, Schweden und Deutschland - kamen dort zu einem besonderen Sprachcamp zusammen.
Mit tatkräftiger Unterstützung von Jugendlichen aus der Ernestinenschule Lübeck bereiteten sich die Teilnehmenden auf das Deutsche Sprachdiplom der Stufe II (DSD II) vor. Diesmal stand alles unter dem Motto des Sternchenthemas „Arbeitswelt in Deutschland“. Die Jugendlichen beschäftigten sich eine Woche lang intensiv mit der mündlichen Kompetenz zu Fragen rund um Beruf, Ausbildung und Zukunftsperspektiven - und das natürlich auf Deutsch. In Workshops, bei Gruppenarbeiten und Präsentationen hieß es: voneinander lernen, Ideen austauschen und gemeinsam wachsen. Nach Input durch die begleitenden Fach(schafts)beratungen und Programmlehrkräfte erstellten die Jugendlichen kooperativ mündliche Kurzvorträge und Gruppenpräsentationen.
Sprachgrenzen schnell überwinden
Doch das Camp war mehr als nur konzentriertes Lernen. In den Pausen und beim abwechslungsreichen Freizeitprogramm zeigte sich, wie schnell Sprachgrenzen überwunden werden können: ob beim Spaziergang am See, bei einer Exkursion durch Tallinn oder beim gemeinsamen Lernen von Volkstänzen aus allen Ländern am Abend. Freundschaften entstanden ganz nebenbei und so manches Gespräch lief noch weit über den offiziellen Programmpunkt hinaus.
Am Ende nahmen die Jugendlichen nicht nur neues Wissen über die Arbeitswelt in Deutschland mit, sondern auch jede Menge Motivation für ihr Deutschlernen, Wissen über die mündliche DSD II-Prüfung und viele internationale Kontakte.
ZfA-Team in Ostseeanrainerstaaten
Veranstaltet wurde das Camp vom ZfA-Team der Ostseeanrainerstaaten unter der Leitung von ZfA-Fachberater für Deutsch in Riga, Dr. Jürgen Laun und Fachschaftsberater Sebastian Benten-Achatzi.
Quelle: Dr. Jürgen Laun und Sebastian Benten-Achatzi (FB Riga und FSB Tartu)
Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz ist eine gemeinsame Aufga-be von Bund und Ländern. Die Prüfungssätze werden von der ZfA in Bonn erstellt. Hier findet auch die Auswertung der Ergebnisse statt. Alle Regularien des DSD werden im Zentralen Ausschuss behandelt. Die Sprachdiplomprüfung ist mehr als eine bloße Sprachfeststellungs-prüfung: Sie hat Auswirkungen auf den Deutschunterricht in vielen Ländern und ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit der Leistungen, weil sie am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert ist. Das DSD ist der weltweit angebotene Nachweis deutscher Sprachkenntnisse. Das DSD I ermöglicht den Besuch eines Studienkollegs in Deutschland und das DSD II stellt die sprachliche Zugangsberechtigung zum Besuch einer Universität in Deutschland dar. Das DSD: das Studien- und Berufsticket für Deutschland!