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Junge Stimmen für Demokratie

Das Publikum werten mit Nummernkarten

Mehr als 60 Schülerinnen und Schüler aus Bulgarien, Rumänien, der Slowakei und Ungarn reisten zum Finale an © Christian Bauer

13.06.2025 - Artikel

Wenn Worte Brücken bauen und Musik verbindet: Über 60 Schülerinnen und Schüler aus Südosteuropa begeistern beim ersten internationalen Finale des Poetry Slam-Projekts „3D – Demokratie und Deutsch lernen an der Donau“ in Budapest.

Wie klingt Demokratie, wenn junge Menschen aus vier Ländern ihre Stimme erheben? – Diese Frage stand im Mittelpunkt des internationalen Finales des Poetry Slam-Projekts, das vom 3. bis 5. Juni 2025 in Budapest stattfand. Mehr als 60 Schülerinnen und Schüler von DSD-Schulen aus Bulgarien, Rumänien, der Slowakei und Ungarn reisten an, um beim Finale an der renommierten Eötvös-Loránd-Universität (ELTE) ihre eigens verfassten Texte auf die Bühne zu bringen. Mit dabei waren auch sechs Schülerinnen und Schüler der Österreichischen Schule Budapest, die das internationale Teilnehmerfeld bereicherten. Insgesamt 20 junge Poetinnen und Poeten wagten den Schritt ans Mikrofon – mit starken Texten, klugen Gedanken und einem eindrucksvollen Plädoyer für Mitgestaltung und Meinungsfreiheit.

Mit dem Projekt setzte die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) ein klares Zeichen: Junge Menschen aus Südosteuropa erhalten die Chance, sich kritisch mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen – und das in deutscher Sprache. Moderiert wurde die Finalveranstaltung von der österreichischen Slam-Poetin Katharina Wenty, die mit Energie und Feingefühl durch den Nachmittag führte.

Neben den bewegenden Beiträgen sorgte auch die Schülerband des Ungarndeutschen Bildungszentrums (UBZ) in Baja für mitreißende Momente: Zwölf Schülerinnen und Schüler standen auf der Bühne, ihre Musik verband, begeisterte und schuf einen festlichen Rahmen. Zwischen den Slam-Beiträgen gaben sie der Veranstaltung eine besondere Note und machten den Nachmittag zu einem kulturellen Erlebnis.

Teamgeist, Kreativität und Austausch

Unterstützt wurde das Event von zahlreichen Ehrengästen aus Bildung, Politik und Kultur, unter anderem von Vertreterinnen und Vertretern der Deutschen Botschaft Budapest, des Österreichischen Kulturforums, des Goethe-Instituts und der ZfA.

Weitere Höhepunkte des dreitägigen Programms waren der Kennenlernabend und die Stadtrallye, die die internationalen Gruppen zuvor gemeinsam bestritten hatten. Hier wie beim Slam selbst ging es um Teamgeist, Kreativität und Austausch – jenseits von Schul- und Ländergrenzen.

Mit einem großen Gruppenfoto vor dem Ungarischen Nationalmuseum endete der offizielle Teil der Veranstaltung. Was bleibt, ist der Klang mutiger Stimmen, die den europäischen Gedanken lebendig machten – und die Erkenntnis, dass Demokratie dann am stärksten ist, wenn junge Menschen ihr eine Stimme geben.

Quelle: Heike Neyens, ZfA-Fachberaterin für Deutsch in Budapest