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Länderübergreifendes Sprachcamp „Deutsch am Meer“
Einzigartige Emotionen und unvergessliche Erinnerungen nehmen die Schülerinnen und Schüler mit nach Hause © Erik Nehring
In der ersten Juniwoche kamen Schülerinnen und Schüler aus Bulgarien, Rumänien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien und der Türkei zusammen, um gemeinsam „Deutsch am Meer“ zu lernen.
Ort der Veranstaltung war Kiten, ein kleiner Badeort an der südlichen Schwarzmeerküste Bulgariens. Im letzten Jahr wurde hier das Pilotprojekt „Deutsch am Meer“ ausschließlich mit Teilnehmenden aus Bulgarien erfolgreich durchgeführt und der Entschluss gefasst, dieses Kooperationsprojekt auf internationaler Ebene fortzuführen. In diesem Jahr konnten am dreitägigen Sprachcamp 48 DSD II-Schülerinnen und Schüler, 45 Ortslehrkräfte, ZfA-Fachberatungen und Fachschaftsberatungen, DAAD-Lektorinnen und Lektoren, Germanistikstudierende sowie zwei Kulturfreiwillige teilnehmen. Acht Universitäten waren involviert.
Gezielte Vorbereitung auf das DSD II
Den DSD-Schülerinnen und Schülern, die im kommenden November die DSD II-Prüfung ablegen werden, wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Am ersten Seminartag gab es vier verschiedene Workshops in Vorbereitung auf das DSD II unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Sternchenthemen. Sie wurden nicht nur von den insgesamt sechs ZfA-Fachberatungen bzw. Fachschaftsberatungen angeboten, sondern auch von 14 Germanistikstudierenden durchgeführt, die hier ihre ersten Lehrerfahrungen machten. Die Schülerinnen und Schüler empfanden die internationale Gruppenmischung als äußerst motivierend und inspirierend: „Wir haben erfahren, dass wir sowohl viele Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede haben, und dass wir das respektieren sollten“, so die Gruppe aus Bosnien-Herzegowina.
Der zweite Seminartag „Filmtag Europa“ stand im Sinne einer lösungsorientierten Betrachtung aktueller grenzübergreifender, politischer, wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Herausforderungen. Eine kurze Einführung erfolgte durch eine Vertreterin der Konrad Adenauer Stiftung aus Sofia. Basierend auf der sich anschließenden Filmvorführung Die kommenden Tage wurden arbeitsteilig und in Gruppen verschiedene Themen intensiv diskutiert. Sehr engagiert und kritisch reflektierten die Schülerinnen und Schüler im Plenum ihre Eindrücke und präsentierten ihre eigenen Meinungen. Angesichts der multiplen Krisen war es den Durchführenden wichtig, auch im Sinne der mentalen Gesundheit der jungen Menschen, Strategien zu thematisieren, die das persönliche Glücksempfinden stärken, und Möglichkeiten einer gemeinsamen Zukunftsgestaltung aufzuzeigen.
„Wir haben sehr viel gelernt darüber, dass die Kulturen bei allen teilnehmenden Ländern sehr viele Ähnlichkeiten haben. Das hat uns erstaunt, dass es so viel gibt, das gleich oder ähnlich ist. Sehr interessant war für uns, dass viele Speisen, die für die anderen Länder traditionelle “bulgarische„, “rumänische„ … Gerichte sind, auch in der türkischen Küche vertreten sind“, fasst die Gruppe aus der Türkei zusammen.
Soziale Kompetenzen und Deutschkenntnisse ausgebaut
Am dritten Tag des Sprachcamps fand ein Ausflug zur Schwarzmeerstadt Sozopol statt. Hier konnten die Teilnehmenden mehr über die Geschichte und Kultur Bulgariens erfahren. Einen Höhepunkt bildete der Länderabend, auf dem alle DSD-Teilnehmenden ihre Herkunftsländer präsentierten und der mit traditionellen Tänzen endete. An einem weiteren Quiz- und Spieleabend wurden landeskundliche und sprachliche Themen auf motivierende Art vertieft.
“Dank dieses internationalen Projekts haben wir sowohl unsere sozialen Kompetenzen, als auch unsere Deutschkenntnisse ausgebaut„, blickt die Gruppe aus Bulgarien zurück. “Die Interaktion mit Menschen verschiedener Herkunft hat uns Toleranz, Akzeptanz und Respekt gegenüber den anderen beigebracht. Wir haben viele Kontakte mit den anderen Beteiligten in unserem Alter geknüpft, die ähnliche Interessen und Ziele haben. Darüber hinaus haben die Workshops besonderen Beitrag zu unserer Vorbereitung auf die DSD II-Prüfung geleistet. Und vielleicht das Wichtigste, was wir nach Hause nehmen: einzigartige Emotionen und unvergessliche Erinnerungen„.
Quelle: Sybille Schabanska und Dr. Martina Batteux, ZfA-Fachberaterinnen für Deutsch in Burgas, Bulgarien und Sarajewo, Bosnien-Herzegowina
Das Sprachcamp wurde gemeinsam von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) organisiert und durchgeführt.