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Erfolg auf ganzer Linie: Jugend debattiert in Guatemala

Gruppenfoto mit den Finalistinnen und Finalisten die symbolisch ein Flugticket halten

Geschafft: die vier Finalist:innen, flankiert von ihren Lehrkräften, sowie Rebecca Bertram vom Kulturreferat der Deutschen Botschaft Guatemala (links) und Michael Peitler, dem Schulleiter der ÖSG (rechts) © Österreichische Schule Guatemala

17.06.2025 - Artikel

Videoüberwachung im öffentlichen Raum? Darüber debattierten junge Deutschlernende Ende Mai in Guatemala-Stadt im Landeswettbewerb „Jugend debattiert Südamerika“. Die beiden Sieger können sich auf den Internationalen Südamerika-Wettbewerb im Oktober in Rio de Janeiro freuen.

Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr geht der Wettbewerb in Guatemala nun in die zweite Runde: Die Debattantinnen und Debattanten der teilnehmenden Schulen - der Österreichischen Schule (ÖSG) und der Deutschen Schule Guatemala (DSG) - konnten in der Schulaula des ÖSG vor einem großen Publikum ihre Debattierfähigkeit und ihre Deutschkenntnisse unter Beweis stellen. Als Ehrengast war Rebecca Bertram vom Kulturreferat der Deutschen Botschaft Guatemala mit dabei.

„Ein Erfolg auf der ganzen Linie“, so das Fazit von Gerold Stadlober, dem Projektverantwortlichen und DaF-Leiter des ÖSG. Und damit meint er nicht nur das Wettbewerbsevent selbst, sondern auch die vielfältigen positiven Auswirkungen, die das Projekt in punkto Motivation und Begeisterung für das Deutschlernen an den beiden beteiligten Schulen gebracht hat. Diese können sich beispielsweise durch „Jugend debattiert Südamerika“ nun viel besser untereinander und auch international vernetzen.

Gute Vorbereitung auf das DSD II

Das Debattenformat und die Auswahl der Debattenthemen dienen auch direkt der Vorbereitung auf die Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom (DSD), Stufe II der Kultusministerkonferenz. So lautete etwa eines der Themen der Qualifikationsrunde: „Soll Medienkompetenz in Guatemala als verpflichtendes Schulfach eingeführt werden?“ Das gehört zu den derzeit geltenden relevanten DSD II-Themen.

Jugend debattiert Südamerika in Guatemala

Die lebhafte Debatte der Deutschschülerinnen und -schüler war von überzeugenden Argumenten auf beiden Seiten geprägt. Ob man Medienkompetenz als eigenes Schulfach denkt oder etwa als ein in den Fachunterricht integriertes Thema: Einig waren sich die Debattierenden am Ende, dass Medienkompetenztraining dabei hilft, Medieninhalte kritisch zu hinterfragen und Fake News zu erkennen.

Kenntnisreich, niveauvoll und kontrovers

„Die Finaldebatte zu der aktuell in Guatemala vieldiskutierten Frage “Soll Videoüberwachung im öffentlichen Raum verboten werden?„ führten die Jugendlichen äußerst kenntnisreich, niveauvoll und kontrovers“, merkte Iris Wagner, Fachberaterin für Deutsch der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen in Mexiko an. Für die Jury keine leichte Aufgabe, die Leistungen der vier Finalistinnen und Finalisten in Bezug auf Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft zu bewerten. Schließlich konnten Diego León Solares (ÖSG) und Pablo Beteta Carias (DSG) als Erst- und Zweitplatzierter die Debatte für sich entscheiden. Beide dürfen sich jetzt auf die Teilnahme mit Jugendlichen aus insgesamt neun lateinamerikanischen Ländern am Internationalen Südamerika-Wettbewerb im Oktober in Rio de Janeiro, Brasilien freuen.

Quelle: Iris Wagner, ZfA-Fachberaterin für Deutsch in Mexiko-Stadt

„Jugend debattiert“ ist ein internationaler Wettbewerb für Deutschlernende aus Sekundarschulen, der an zahlreichen von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreuten Schulen weltweit durchgeführt wird. Das Projekt regt die Teilnehmenden zur argumentativen Auseinandersetzung in deutscher Sprache mit politisch und gesellschaftlich relevanten Themen an und leistet einen Beitrag zur Demokratiebildung. „Jugend debattiert“ wird gemeinsam von der ZfA und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung durchgeführt.