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Gelungene Premiere in Madrid
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Lehrkräften, die sie auf dem Weg ins Finale engagiert begleitet © Xenia Multmeier, Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Am 2. und 3. Juni 2025 fand in Madrid erstmals das Landesfinale der DSD-Schulen im Rahmen von Jugend debattiert Europa in Spanien statt - ein spannendes Ereignis, das Engagement, Sprachkompetenz und gesellschaftspolitisches Denken der Teilnehmenden auf eindrucksvolle Weise vereinte.
Das Halbfinale wurde im Musiksaal des IES Ramiro de Maeztu ausgetragen. Qualifiziert hatten sich die jeweils zwei besten Schülerinnen und Schüler des IES Isabel la Católica und des Colegio Suizo (beide in Madrid), des Colegio Alemán de Zaragoza sowie des gastgebenden IES Ramiro de Maeztu. In intensiven Debatten setzten sie sich mit aktuellen Fragestellungen auseinander - etwa ob Flugreisen in Europa jährlich begrenzt werden sollen, oder ob ein Führerschein ab Klasse 8 für die Nutzung sozialer Medien sinnvoll ist.
Am Finaltag wechselte der Austragungsort in die Aula des IES Isabel la Católica. Dort diskutierten die vier Finalistinnen und Finalisten ein Thema mit hoher Relevanz - insbesondere für Spanien als beliebtes Reiseziel: „Soll in Großstädten die kurzfristige Vermietung von Wohnraum über Online-Portale verboten werden?“
Erstes Landesfinale überzeugte mit engagierten Debatten
Mit guten Argumenten, sicherem Auftreten und einer respektvollen Streitkultur überzeugten die Teilnehmenden Jury und Publikum gleichermaßen. Sie zeigten an beiden Tagen eindrucksvoll, wie differenziert und engagiert junge Menschen gesellschaftliche Herausforderungen betrachten können.
Petra Heinemann von der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft in Madrid, die das Finale als Ehrengast begleitete, würdigte in ihrem Grußwort das Engagement der Jugendlichen als wichtigen Beitrag zur Förderung der Debattenkultur. Sie ermutigte die Teilnehmenden, die im Wettbewerb erworbenen Fähigkeiten zu nutzen, um voneinander zu lernen, und ihre sprachlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln.
Jugend debattiert Europa in Spanien
Fachberaterin María-Ester Calvillo dankte den beteiligten Lehrkräften für ihren großen Einsatz: In nur wenigen Monaten hatten sie ihre Schülerinnen und Schüler intensiv auf das Debattieren vorbereitet und sie auf dem Weg ins Finale engagiert begleitet.
Unterstützung und echte Teamkultur
Neben den Debatten selbst war auch die Atmosphäre unter den Jugendlichen besonders bemerkenswert: In den zwei Tagen entstand spürbar ein Gefühl von Gemeinschaft, in der sich neue Bekanntschaften, gegenseitige Unterstützung und echte Teamkultur entwickelten. Dies macht deutlich, dass der Wettbewerb weit über das Argumentieren hinaus Wirkung entfaltet.
Am Ende setzten sich Raúl Palacios (IES Isabel la Católica) und Matthias Clamer (IES Ramiro de Maeztu) durch. Ihre Freude über die Qualifikation für den Europawettbewerb in Berlin ist groß: Dort werden sie Spanien im internationalen Finale vertreten - und mit Jugendlichen aus ganz Europa zentrale Zukunftsfragen debattieren.
Quelle: María-Ester Calvillo, ZfA-Fachberaterin für Deutsch in Madrid
„Jugend debattiert“ ist ein internationaler Wettbewerb für Deutschlernende aus Sekundarschulen, der an zahlreichen von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreuten Schulen weltweit durchgeführt wird. Das Projekt regt die Teilnehmenden zur argumentativen Auseinandersetzung in deutscher Sprache mit politisch und gesellschaftlich relevanten Themen an und leistet einen Beitrag zur Demokratiebildung. „Jugend debattiert“ wird gemeinsam von der ZfA und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung durchgeführt.