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Jugend debattiert – Landesfinale Italien in Sizilien

Gruppenfoto der Finalistinnen und Finalisten und Jurymitgliedern

Die vier Finalistinnen und Finalisten mit der Juryvorsitzenden Marina Gambacciani (dritte von rechts) und der Schulleiterin Antonella Cancila (zweite von rechts) sowie ZfA-Fachberaterin für Deutsch Gabriele Volgnandt (rechts) © Gabriele Volgnandt, ZfA-Fachberaterin für Deutsch in Rom

22.07.2025 - Artikel

Endlich in Süditalien! Das Landesfinale von Jugend debattiert fand nach zwei Wettbewerben in der Toskana im Juni zum ersten Mal in Sizilien statt. Die Siegerinnen Vittoria Suardi und Kayla Innocenti reisen nach Berlin!

„Soll in Italien das duale Ausbildungssystem nach deutschem Vorbild eingeführt werden?“ lautete das Thema der Finaldebatte, die in der Schule IISS Jacopo del Duca - Diego Bianca Amato in Cefalù stattfand. Die Finalistinnen und Finalisten rückten in ihrer Argumentation die Besonderheiten des deutschen und italienischen Arbeitsmarkts in den Fokus. In der Qualifikationsrunde debattierten die Teilnehmenden zuvor auch über ein Tik-Tok-Verbot in Italien und die Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters auf zwölf Jahre. Wie in den letzten Jahren orientierten sich die Themen im Landeswettbewerb an den Sternchenthemen der DSD II-Prüfung.

Mit ihren Argumenten und ihrer Sprachfähigkeit konnten sich in diesem Jahr Vittoria Suardi vom Liceo Giovanni Falcone, Bergamo und Kayla Innocenti vom Liceo A. Volta, Mailand durchsetzen. Die beiden Erstplatzierten freuen sich schon darauf, vom 23. bis zum 27. September zum Europäischen Finale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ nach Berlin zu reisen.

Viel gelernt und Spaß gehabt

Die DSD-Schulen sind untereinander gut vernetzt und pflegen Kontakte zu italienischen Universitäten. So konnte Sandro Moraldo, Professor für Neuere deutsche Literatur, Kultur und Sprache an der Universität Bologna, die Jury verstärkten: Da er in Bologna auch angehende Lehrkräfte ausbildet, hat er auf die Einladung der ZfA-Fachberaterin für Deutsch Gabriele Volgnandt sofort seine Teilnahme zugesagt „Auch ich habe viel gelernt - und hatte auch noch viel Spaß dabei“, so sein Fazit.

Besonders freuten sich die teilnehmenden Deutschlehrkräfte sowie die Debattantinnen und Debattanten aus Bergamo, Cento, Mailand, Genua, Prato, Florenz, Camposampiero sowie Cefalù über die Anwesenheit von Elisa Kempe, stellvertretende Leiterin der Kulturabteilung an der Botschaft in Rom. Sie wies in ihrem Grußwort auf die Bedeutung des Sprachenlernens in Europa hin.

Der richtige Moment

Am Tag zuvor hatte sie bereits mit Botschafter Dr. Hans-Dieter Lucas die nach einem Mafiaopfer benannte DSD-Schule in Palermo, das Liceo Linguistico Statale Ninni Cassarà, besucht. Botschafter Lucas hatte sich von der Schulleiterin, Daniela Crimi, unter anderem die Wandmalereien in der Schule erklären lassen. Stolz nahmen die Schüler und Schülerinnen ihre DSD II-Diplome entgegen und konnten, so Botschafter Lucas, ein Jubiläum begehen: 10 Jahre DSD-Diplom am IIS Ninni Cassarà in Palermo.

Groß war die Freude auch bei Schulleiterin Antonella Cancila vom IISS Del Duca - Bianca Amato, als sie in Anwesenheit des Bürgermeisters von Cefalù von Elisa Kempe die PASCH-Plakette für ihre Schule entgegennehmen konnte. „Wir haben lange darauf gewartet, aber jetzt ist der richtige Moment - und die Plakette ein Ansporn für unsere Arbeit“, versprach Silia Bennici, die DSD-Koordinatorin der Schule.

Quelle: Gabriele Volgnandt, ZfA-Fachberaterin für Deutsch in Rom

„Jugend debattiert“ ist ein internationaler Wettbewerb für Deutschlernende aus Sekundarschulen, der an zahlreichen von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreuten Schulen weltweit durchgeführt wird. Das Projekt regt die Teilnehmenden zur argumentativen Auseinandersetzung in deutscher Sprache mit politisch und gesellschaftlich relevanten Themen an und leistet einen Beitrag zur Demokratiebildung. „Jugend debattiert“ wird gemeinsam von der ZfA und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung durchgeführt.